Medienmitteilung 2008
CVO Studie 2008
CVO 2008
Schweizer Unternehmen fahren am Sichersten - Firmenflotten wachsen - klarer Trend zu umweltschonenden Fahrzeugen
Der CVO wird zur festen Grösse im internationalen Flotten-Geschäft. Die internationale, repräsentative Studie über Firmenfahrzeuge wird seit 2003 jährlich durchgeführt, mittlerweile bereits in zehn Ländern. Die Schweiz war 2008 zum viertel Mal dabei. Am Mittwoch, 14. Mai 2008 fand die Präsentation der Ergebnisse des CVO im Zürich Marriott Hotel statt. Rund 90 Kunden, Partner, Lieferanten und Mitarbeiter kamen, um die Resultate live aus erster Hand zu erfahren.
"Mr. CVO" persönlich mit dabei
Marcel Evers, Managing Director ARVAL Schweiz, begrüsste die Gäste und erklärte, dass die Präsentation der Studie dieses Jahr aus aktuellem Anlass - die Euro 08 lässt grüssen - um einen Monat vor verschoben wurde. Den Einstieg in die Studie machte Vincent Rupied, CVO International Director, und in dieser Funktion quasi das Oberhaupt des Corporate Vehicle Observatory. Er stellte die neutrale und internationale Philosophie des CVO vor und betonte den freien und kostenlosen Zugang zu dieser Studie. Erfreulich ist, was sich in den untersuchten Ländern als europaweit feststellbarer Trend herauskristallisiert: Auch im Geschäftsleben setzt sich zunehmend ein verstärktes Umweltbewusstsein durch.
Die Ergebnisse für den Markt Schweiz präsentierte Oliver Paul vom TNS-Marktforschungsinstitut in München. Die Resultate zeigen für 2008 ein klares Bild: Flotten-Wachstum ja, aber mit Verantwortung. Die Fahrzeugflotten der Schweizer Unternehmen werden in den nächsten drei Jahren um bis zu einem Drittel grösser. Dabei wollen 97% der Firmen umweltschonende Fahrzeuge einsetzen. Die Schweiz verzeichnet im europäischen Vergleich am wenigsten Unfälle mit Firmenfahrzeugen.
Was die Zukunft bringt
Einen wissenschaftlich fundierten Blick in die Zukunft wagte zum Abschluss der bekannte Zukunftsforscher Lars Thomsen, Chief Futurist von futur matters®Büro für Innovation und Zukunftsforschung in München. Er kommentierte die Megatrends der kommenden zehn Jahre und nahm das Publikum mit auf eine faszinierende Reise nach Übermorgen. Besonders spannend für die Automobil-Branche waren seine folgenden Aussagen:
- Auf 1'000 Chinesen kommen derzeit 1,3 Autos, Tendenz stark steigend. Der Energieverbrauch in China ist heute vergleichbar mit dem Energieverbrauch der USA im Jahr 1904 - als es noch so gut wie keine Autos gab...
- Die Förderkapazität von Erdöl wird bis spätestens 2016 ihr Maximum erreicht haben. Trotzdem wird die Nachfrage weiterhin jährlich um 2-4% steigen. Dies könnte im Extremfall zu einer weltweiten Hyperinflation führen.
- Die Schweiz begegnet dieser Entwicklung in erster Linie mit Energiespar-Massnahmen. Anders die USA: Dort herrschen Ideen vor, andere Energiesysteme aufzubauen und neue Lösungen zu suchen. Daraus entsteht derzeit ein komplett neuer Geschäfts-Sektor.
- Insgesamt steht die Automobilwirtschaft vor riesigen Herausforderungen. Lars Thomsen formulierte es so: „Viele Autos sind heute im Kern Dinosaurier. Sie arbeiten mit einer Technologie, die vor 100 Jahren erfunden wurde, und haben hauptsächlich inkrementelle Innovationen erfahren.“
- Interessant für alle Dienstleister war zu erfahren, dass sich eine neue für sie wichtige Zielgruppe formiert hat. Es sind die sogenannten LOHAS (= Lifestyle of Health and Sustainabilities). Dabei handelt es sich um kaufkräftige, bewusste Konsumenten, die grossen Wert auf Qualität legen und vor allem sehr service-orientiert sind, da im Moment die Zeit die knappste Ressource unserer Gesellschaft ist. Es dürfte also demnächst zu einer Service Economy kommen, in der Service-Leistungen einen wichtigen Platz bei der Kundenbetreuung einnehmen. Eine Entwicklung, auf welche sich auch die Leasing-Branche entsprechend vorbereiten wird.


