Fleet and Mobility Barometer 2026

Arval-Neuigkeiten 30 Jul 2026

Fleet and Mobility Barometer 2026: Schweizer Flottenmanager setzen vermehrt auf E-Mobilität und Occasionen 

Das Arval Mobility Observatory präsentiert in der Schweiz die diesjährige Ausgabe des «Fleet and Mobility Barometer». Als jährlich weltweit durchgeführte Befragung gilt die Analyse als Branchenreferenz für Flotten- und Mobilitätstrends. Die Umfrage zeigt folgende Erkenntnisse:

  • Zuversichtliche Schweizer Unternehmen: 92 % der befragten Firmen rechnen in den nächsten drei Jahren mit einer gleichbleibenden oder wachsenden Flotte.
  • Wachstumspotenzial für Full-Service-Leasing: Mit 27 % weist das Full-Service-Leasing als Hauptfinanzierungsmethode in der Schweiz einen stabilen Wert auf. Zusätzlich beabsichtigen 17 % der Firmen, Full-Service-Leasing zur Finanzierung ihrer Flotten in den nächsten drei Jahren einzuführen oder stärker zu nutzen.
  • Telematik verbreitet sich stabil mit vielversprechenden Erweiterungen: 28 % der Firmenflotten in der Schweiz verfügen bereits über Telematik-Systeme; jedoch nutzen erst 15 % die Daten davon. Weitere 39 % erwägen die Nutzung der Daten in den nächsten 3 Jahren.
  • Elektrifizierung der Flotten bleibt stabil: 54 % der Unternehmen in der Schweiz nutzen bereits elektrifizierte Personenfahrzeuge; zusätzliche 27 % ziehen dies innerhalb der kommenden drei Jahren in Erwägung. Dies liegt über dem europäischen Durchschnitt.
  • Mobilitätslösungen zu Gunsten von CSR-Zielen und HR-Bedürfnissen bleiben beliebt: 37 % der befragten Unternehmen in der Schweiz erstatten ihren Mitarbeitenden die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel oder planen, dies in den nächsten drei Jahren zu tun. Damit ist dies die beliebteste Alternative zum Firmenwagen.
  • Dekarbonisierung und Innovation gehören zu den Prioritäten der Schweizer Flottenmanager: 43 % verfolgen oder evaluieren Dekarbonisierungsziele; zudem sind 47 % an innovativen Lösungen zur Optimierung der Flotte interessiert.

 

Stabile Flotten mit mehr Occasionen und moderater Telematiknutzung

Schweizer Firmenflotten zeichnen sich durch Stabilität und nachhaltiges Bewusstsein aus: 92 % der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Flotte in den nächsten drei Jahren stabil bleiben oder wachsen wird. Dabei zeigen deren Flottenmanager Sinn für Nachhaltigkeit: Bereits 29 % nutzen Occasionsfahrzeuge in ihren Flotten, was stabil unter dem europäischen Niveau von 41 % liegt. Dieser Wert dürfte in den nächsten drei Jahren deutlich ansteigen, denn 52 % der befragten Unternehmen erwägen, in diesem Zeitraum Occasionsfahrzeuge anzuschaffen. Aktuell führend in der Nutzung von Gebrauchtwagen sind die grossen Unternehmen (41 %), gefolgt von den kleinen (31 %) und mittleren Unternehmen (16 %).

Auch wenn es um die Gesamtbetriebskosten geht (TCO), verbinden Schweizer Flottenmanager finanzielle Überlegungen mit nachhaltigen Nutzungen. So setzen beständige 27 % der befragten Schweizer Unternehmen auf Full-Service-Leasing als primäre Finanzierungsmethode für ihre Flotten, was dem europäischen Durchschnitt (28 %) entspricht. Im Jahr 2026 einführen oder weiter ausbauen wollen 17 % der Schweizer Firmen das Full-Service-Leasing.

Der Fahrzeugkauf bleibt mit 36 % die vorherrschende Finanzierungsmethode, gefolgt vom Finanzleasing mit 32 %.

28 % der Schweizer Unternehmen setzen mittels Telematik auf intelligente, vernetzte Tools, mit denen sie Probleme besser vorhersehen, Abläufe rationalisieren und Ausgaben optimieren können. Diese Nachfrage nach automatisierter Fahrzeugüberwachung, vorausschauendem Service und Echtzeit-Transparenz über Fahrzeuge, Fahrer*innen, Routen und Lieferungen bleibt im Vorjahresvergleich stabil und weist damit eine der niedrigsten Raten in Europa auf. Erstaunlicherweise nutzen zudem erst 15 % dieser Schweizer Firmen die Daten, welche ihre Telematikplattformen generieren (Europa: 16 %).

Nachhaltiger Energiemix erfreut sich steigender Beliebtheit

Wenn es um die Flotte geht, setzen Schweizer Firmen immer stärker auf einen nachhaltigen Energiemix. Dies unterstreicht ihre konsequenten Ausrichtungen auf die Energiewende: So haben bereits 54 % der befragten Unternehmen mindestens eine Art von elektrifizierter Technologie (HEV, PHEV und BEV) für Personenwagen eingeführt, ein stabiler Trend, der sich dem europäischen Durchschnitt von 57 % anpasst. Treibende Kraft sind die grossen Unternehmen (64 % im Vergleich zu 51 % bei kleinen und 50 % bei mittleren Unternehmen). Dieser Wert dürfte in den nächsten 3 Jahren nochmals deutlich steigen, da 27 % die Einführung dieser Technologien in Betracht ziehen.

Beim Übergang in eine nachhaltigere Personenwagen-Flotte in der Schweiz bleibt Hybrid die bevorzugte Technologie: Aktuell sind 28 % der Schweizer Unternehmen mit HEVs, 21 % mit PHEVs und 18 % mit BEVs ausgestattet, was im Vorjahresvergleich ein stabiler Wert bleibt.

Der wichtigste Grund für Schweizer Unternehmen, um auf elektrifizierte Technologien umzusteigen, bleibt die geringere Umweltbelastung (47 %), gefolgt von niedrigeren Kraftstoffkosten (38 %), der Einhaltung der CSR-Richtlinien (37 %) und Vorteilen für die Reputation (36 %). Genauso verhalten wie im Vorjahr agieren Schweizer Firmen, wenn es um die Elektrifizierung ihrer leichten Nutzfahrzeuge geht: Lediglich 4 % haben bereits BEVs für ihre Flotten eingeführt, was leicht unter dem europäischen Durchschnitt von 9 % liegt. Immerhin erwägen weitere 13 % eine Einführung innerhalb der nächsten drei Jahre.

Mit der zunehmenden Verbreitung elektrifizierte Technologien werden die Entscheidungen der Flotten immer stärker von praktischen Hindernissen beeinflusst. 73 % der Schweizer Unternehmen nennen noch immer das Fehlen einer angemessenen Ladeinfrastruktur, auf der Strasse, zu Hause oder im Unternehmen als grösstes Hindernis für die Verbreitung von E-Fahrzeugen bei Personenwagen. Ein Wert, der sogar noch über dem europäischen Durchschnitt von 68 % liegt.

Entsprechend verfolgen die Unternehmen einen strukturierten Ansatz bei den Ladestrategien, da sie diese als entscheidende Voraussetzung für die Elektrifizierung der Flotten anerkennen. Bei 82 % der Schweizer Flotten ist das Laden auf dem Firmengelände Bestandteil der aktuellen oder künftigen Ladepolitik. Mehr als die Hälfte (60 %) betreibt bereits eine Lademöglichkeit vor Ort oder bereitet sie vor, was einem deutlichen Anstieg um 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit 20 % am wenigsten verbreitet ist nach wie vor das Aufladen zu Hause, wobei 85 % der Schweizer Firmen ihre Mitarbeitenden unterstützen mit Wallboxen (58 %), verstärkten Steckdosen (40 %) oder intelligenten Kabeln (14 %). Darüber hinaus bieten 94 % eine finanzielle Unterstützung für das Aufladen zu Hause an. Der regulatorische Druck, einschliesslich neu entstehender Initiativen, ist nach wie vor einflussreich, aber nicht mehr die einzige Triebkraft. In der Schweiz geben 43 % der befragten Unternehmen an, dass sie alle notwendigen Massnahmen ergreifen würden, um eine hypothetische 100 %-ige BEV-Anforderung bis 2030 zu erfüllen, während 48 % angaben, dass sie die Wahl der Mobilitätsmittel auf ihre Mitarbeitenden übertragen würden, indem sie ihnen ein Mobilitätsbudget anstelle eines Firmenfahrzeugs anbieten.

Engagement für Mobilitätsstrategien

Mobilitätslösungen für Mitarbeitende (Carsharing und Car-Pooling, Mobilitätsbudgets, Private Leasing- und Gehaltsverzichtsmodelle sowie Rückerstattungsoptionen für die Nutzung von Privatfahrzeugen oder öffentliche Verkehrsmittel) haben ihren festen Platz in Unternehmen gefunden: Auffallende 94 % der befragten Schweizer Unternehmen haben bereits mindestens eine Mobilitätslösung eingeführt oder planen die Einführung einer solchen in den nächsten 3 Jahren, was dem europäischen Durchschnitt entspricht.

Die Beweggründe werden immer deutlicher: 44 % nennen CSR-Ziele als Gründe sowie 41 % personalpolitische Faktoren wie die Gewinnung von Talenten, die Verbesserung des Wohlbefindens und die Unterstützung hybrider Arbeitsmodelle. Diese Diversifizierung bestätigt, dass die Mobilität der Arbeitnehmenden heute als strategischer Vorteil angesehen wird, der es den Unternehmen ermöglicht, betriebliche Anforderungen, Umweltverpflichtungen und die Erwartungen der Arbeitnehmer in Einklang zu bringen.

Ausblick: Innovationsbereitschaft trotz wirtschaftlichem und regulatorischem Druck

Für die Zukunft haben sich 43 % der Schweizer Firmenflotten Dekarbonisierungsziele gesetzt oder evaluieren diese derzeit, was dem europäischen Durchschnitt entspricht.

Als grösste künftige Herausforderungen bezeichnen Schweizer Flottenmanager die Einführung alternativer Energietechnologien (29 %), die Anpassung an ICE-Richtlinien (25 %), die Gesamtbetriebskosten (25 %) sowie längere Fahrzeuglieferzeiten (25 %).

Abschliessend sind Flottenmanager offen für innovative Lösungen zur Weiterentwicklung ihrer Flotte mittels entsprechender Tools, was 47 % der Befragten angeben. Denn Firmenflotten agieren in einem Umfeld, in dem sowohl der regulatorische als auch der wirtschaftliche Druck zunimmt. Daher wollen Unternehmen ihre Mobilitätsdaten vermehrt nutzen, um Risiken zu verringern, die Leistung zu verbessern und strategische Entscheidungen steuern zu können.

«Der Fleet and Mobility Barometer 2026 zeigt deutlich, dass Schweizer Unternehmen besonnen und pragmatisch handeln, wenn es um die Ausgestaltung ihrer Firmenflotten geht. Sie befinden sich in einer umsetzungsorientierten Phase und balancieren sorgfältig zwischen Umweltzielen, Kostendisziplin, Infrastrukturbeschränkungen und dem Bedarf an intelligenteren digitalen Tools», sagt Cyrill Bucher, Consultant von Arval Schweiz.

Methodik des Fleet and Mobility Barometer

Für diese unabhängige Umfrage wurden vom Marktforschungsunternehmen Ipsos zwischen dem 25. August und dem 12. November 2025 in 33 Ländern Interviews mit 10’157 Entscheidungsträgern in Unternehmen durchgeführt. In der Schweiz wurden 309 Flottenmanager befragt. Die Interviews wurden telefonisch durchgeführt. Die Befragten repräsentierten Unternehmen, die mindestens ein Fahrzeug betreiben, von KMU bis hin zu Grossunternehmen.

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